Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (2023)

Table of Contents
Um was geht es in diesem Guide? Was ist eigentlich ein PI Planning? Warum ein PI Planning? Was ist das Ziel eines PI Plannings? Was sollte in die PI Planning Agenda aufgenommen werden? Was wird im ersten Teil des PI Planning Meetings erreicht? Warum wird am Ende des PI Planning Meetings ein Confidence Voting abgehalten? Wann findet ein PI Planning statt? Was ist ein Pre-PI Planning Event und wann ist ein solches notwendig? Was hat SAFe mit PI Planning zu tun? Moment mal: Was hat das mit PI Planning zu tun? Hier kommt PI Planning ins Spiel 
 Worum handelt es sich beim PI Planning in Scrum? Was ist der Unterschied zwischen einer PI Roadmap und einer Solution Roadmap? Worum geht es also bei der Solution Roadmap? Was ist ein Programm? Was ist ein Program Board? Wer sollte am PI Planning beteiligt sein? Release Train Engineer Produktmanager Product Owner Scrum Master Entwickler Wie bereitet man sich auf ein PI Planning vor? Wie sieht diese Vorbereitung also konkret aus? Was macht man nach dem PI Planning? Was ist Post PI Planning? Tipps an verteilte Teams und Remote PI Planning Gruppierung vor Ort Nutzen Sie die Cloud Übertragen Sie das Event als Livestream Zeichnen Sie es auf Passen Sie sich an Legen Sie die Regeln fest Aufkommende Fehler und Herausforderungen Lange, langweilige Sessions Technische Probleme Confidence Voting Zeitdruck Abweichung vom Ablauf Beibehalten alter Tools Einsatz von Jira im PI Planning Wie passt Jira also mit SAFe und dem PI Planning zusammen?

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Hier finden Sie den ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2022 SAFe Edition

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen gerade mit der Skalierung agiler Teams beginnen, genĂŒgt meist der bloße Gedanke, mehrere Teams in einem Raum zusammenzubringen, um Angstschweiß auszulösen. Oder vielleicht betreiben Sie bereits seit einer Weile PI Planning Runden, aber es lĂ€uft nicht ganz reibungslos und Sie ziehen langsam in Betracht, das Handtuch zu werfen. Der folgende ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning (aus dem Englischen von unserem Partner Easy Agile ĂŒbernommen) hilft Ihnen ab sofort dabei, das gesamte Prozedere effektiv und stressfrei zu meistern. Genderhinweis: Allein aus GrĂŒnden der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung mĂ€nnlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet.

Um was geht es in diesem Guide?

Easy Agile hat diesen vollstĂ€ndigen Leitfaden fĂŒr das PI Planning im Jahre 2020 zusammengestellt. Damit werden bestimmte Mythen zur Thematik aus der Welt geschafft und Methoden, wie man erfolgreiche und effektive SAFe PI Planning Sessions abhĂ€lt, werden detailliert unter die Lupe genommen.

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (1)

In diesem Leitfaden erfahren Sie, was PI Planning ĂŒberhaupt ist, warum dieses Verfahren fĂŒr Ihr Unternehmen so große Bedeutung hat, wie man damit durchstartet und vieles mehr.

Außerdem beantworten wir eine Reihe von hĂ€ufig gestellten Fragen zum PI Planning, damit Sie sich sicher genug fĂŒhlen, um an einem entsprechenden Event teilnehmen zu können (und dabei die richtigen Fachbegriffe zu verwenden).

Dieser ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning ist sehr umfangreich, daher haben wir untenstehendes Inhaltsverzeichnis erstellt. Damit können Sie direkt zum gewĂŒnschten Kapitel springen.

Wir beschÀftigen uns in diesem Guide mit folgenden Themen:

  • Was ist eigentlich ein PI Planning?
  • Warum ein PI Planning?
  • Was ist das Ziel eines PI Plannings?
  • Was sollte in die PI Planning Agenda aufgenommen werden?
  • Was wird im ersten Teil des PI Planning Meetings erreicht?
  • Warum wird am Ende des PI Planning Meetings ein Confidence Voting abgehalten?
  • Wann findet ein PI Planning statt?
  • Was ist ein Pre-PI Planning Event und wann ist ein solches notwendig?
  • Was hat SAFe mit PI Planning zu tun?
  • Worum handelt es sich beim PI Planning in Scrum?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer PI Roadmap und einer Solution Roadmap?
  • Was ist ein Programm?
  • Wer sollte am PI Planning beteiligt sein?
  • Wie bereitet man sich auf ein PI Planning vor?
  • Was macht man nach dem PI Planning?
  • Was ist Post PI Planning?
  • Tipps an verteilte Teams und Remote PI Planning
  • Aufkommende Fehler und Herausforderungen
  • Einsatz von Jira im PI Planning

Was ist eigentlich ein PI Planning?

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Kurze Begriffsdefinition

GrundsĂ€tzlich steht der Begriff "PI Planning" fĂŒr „Program Increment Planning“. PI Planning Sessions sind regelmĂ€ĂŸig abgehaltene Events, die das ganze Jahr ĂŒber stattfinden und bei denen sich mehrere Teams innerhalb eines Agile Release Trains (ART) treffen, um eine gemeinsame Vision zu finden, Features zu besprechen, die Roadmap zu planen und teamĂŒbergreifende AbhĂ€ngigkeiten zu identifizieren.

Dies sind die wesentlichen Elemente eines PI Plannings:

  • Zwei ganztĂ€gige Events, die alle acht bis zwölf Wochen stattfinden (je nach LĂ€nge Ihrer Increments aka Planungsabschnitte)
  • Produktmanager arbeiten daran, die geplanten Features fĂŒr das Increment im Voraus zu priorisieren
  • Entwicklungsteams sind fĂŒr die Planung und Bewertung der User Story zustĂ€ndig
  • Engineers und UX-Teams validieren die Planung
  • Ziel ist es, die Teams auf die Mission und aufeinander abzustimmen
  • Jeder nimmt (sofern möglich) persönlich teil
  • Technologie wird (falls notwendig) verwendet, um verteilten Teams die Teilnahme zu ermöglichen

Wenn Sie SAFe zum ersten Mal anwenden, beginnen Sie vermutlich mit dem PI Planning. Das liegt daran, dass dieser Planungsansatz die Grundlage fĂŒr das Scaled Agile Frameworkℱ bildet.

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Was ist ein Scaled Agile Frameworkℱ ?

Das Scaled Agile Frameworkℱ (SAFe) besteht aus einer Reihe von Richtlinien und Praktiken, die dazu beitragen sollen, grĂ¶ĂŸeren Unternehmen AgilitĂ€t zu verleihen – und zwar ĂŒber alle Teams und Betriebsebenen hinweg. Das Framework ist auf bessere Sichtbarkeit sowie Zusammenarbeit ausgelegt und soll zu einer höheren ProduktivitĂ€t, besseren Ergebnissen und einem schnelleren Abschluss fĂŒhren.

Ganz gleich, ob Sie alle fĂŒnf Ebenen oder nur die wesentlichen Elemente von SAFe ĂŒbernehmen: Die Grundlage auf Ihrem Weg zum agilen Unternehmen ist ein PI Planning.

Fazit: Wenn ein agiles Team das PI Planning meistert, erleichtert dies alle Schritte im darauffolgenden Projekt-Abschnitt ganz ungemein.

Betrachten wir deshalb nun das “Warum” etwas genauer.

Warum ein PI Planning?

Ein PI Planning ist fĂŒr große und zudem agile Unternehmen von unschĂ€tzbarem Wert. Sehen wir uns einige Zahlen an, um uns die Auswirkungen vor Augen zu fĂŒhren. Nehmen wir etwa Konzerne mit 200 bis 300 Teams und 10.000 Entwicklern: In der Vergangenheit hatten diese Teams meist nie Kontakt miteinander. (Zumindest nicht bis ein grĂ¶ĂŸeres Problem auftrat, das die Kommunikation unausweichlich machte.)

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (2)

FrĂŒher hat die Abstimmung auf Ebene der FĂŒhrungsteams stattgefunden und dazwischen gab es mehrere Managementebenen, die Informationen kaskadenartig nach unten weitergaben. Zudem haben die Mitglieder der Teams meist nicht direkt miteinander gesprochen. Es gab einen stĂ€ndigen Kampf um Ressourcen, Budget und Möglichkeiten, an den attraktivsten Projekten zu arbeiten. Apropos Projekte – da kam es nicht selten zu Konflikten: Ein Team veröffentlichte etwas und plötzlich funktionierte aufgrund dessen etwas im Projekt eines anderen Teams nicht mehr.

Beim PI Planning werden die Teams dieser großen Unternehmen erstmals in einem Raum versammelt und können sich untereinander austauschen. So haben sie die Gelegenheit, wichtige GesprĂ€che ĂŒber die Arbeitsverteilung zu fĂŒhren.

Das ist ziemlich wichtig, denn:

  • Wenn Sie etwas an einem System oder einem Code-Repository Ă€ndern, mĂŒssen Sie wissen, wie sich dies auf ein anderes Team auswirkt.
  • Es kann sein, dass Sie zuerst etwas erledigen mĂŒssen, bevor ein anderes Team an seinem Feature arbeiten kann (und umgekehrt).

Das PI Planning ermöglicht:

đŸ—šïž Kommunikation
👀 Sichtbarkeit
🙌 Zusammenarbeit
Dadurch können die Teams Projekte effektiver angehen, mehr Features in kĂŒrzerer Zeit veröffentlichen und sich an das Budget halten.

Alles sehr gute GrĂŒnde fĂŒr ein PI Planning. Doch betrachten wir auch das große Ganze.

Was ist das Ziel eines PI Plannings?

Das PI Planning ist ein wesentlicher Bestandteil des Scaled Agile Frameworksℱ, welcher großen Unternehmen mit mehreren Teams AgilitĂ€t verleihen soll. SAFe PI Planning unterstĂŒtzt Teams im Agile Release Train (ART) bei der Synchronisierung, der Kollaboration und der Abstimmung von Workflows, Zielen, Releases und mehr.

Auf der anderen Seite haben Teams ohne ein PI Planning keine strukturierte Kommunikationsmöglichkeit. Eventuell wissen sie daher nicht, woran die anderen Teams gerade arbeiten, was eine Menge Probleme verursachen kann. Zum Beispiel könnten zwei Teams an verschiedenen Features arbeiten, ohne zu erkennen, dass eine AbhĂ€ngigkeit besteht, welche im schlimmsten Fall die Veröffentlichung verzögert oder eine wesentliche Überarbeitung des Codes erforderlich macht.

Ziel eines PI Plannings ist es also, sĂ€mtliche Teams strategisch auszurichten und eine teamĂŒbergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen, um all diese potenziellen Probleme zu vermeiden.

Nachdem wir nun das „Warum“ abgedeckt haben, sollten wir etwas tiefer in das „Was“ eintauchen. Am besten kann man sich ein Bild ĂŒber ein PI Planning machen, indem man einen Blick auf die Agenda wirft.

Was sollte in die PI Planning Agenda aufgenommen werden?

Die Standardvorlage einer PI Planning Agenda, wie sie auf der SAFe-Website zu finden ist:

Tag 1

08:00–09:00 Uhr Businesskontext
09:00–10:30 Uhr Produkt-/Lösungsvision
10:30–11:30 Uhr Architekturvision und Entwicklungspraktiken
11:30–13:00 Uhr Planungskontext und Mittagessen
13:00–16:00 Uhr Team-Breakouts
16:00–17:00 Uhr Review des Planentwurfs
17:00–18:00 Uhr Managementreview und Problemlösung

Tag 2

08:00–09:00 Uhr Planung von Anpassungen
09:00–11:00 Uhr Team-Breakouts
11:00–13:00 Uhr Abschließende Planreview und Mittagessen
13:00–14:00 Uhr Programmrisiken
14:00–14:15 Uhr Confidence Vote
ab 14:15 Uhr Nachbearbeitung des Plans (falls erforderlich)
Wenn bereit: Planungsretrospektive und Zukunftsaussichten

Quelle der Agendavorlage: Scaled Agile Frameworkℱ


Diese Agenda könnte bereits sehr nĂŒtzlich fĂŒr Sie sein, doch Sie können sie selbstverstĂ€ndlich auch an die BedĂŒrfnisse Ihres Teams anpassen. Verteilte Teams, sehr große ARTs und andere Faktoren haben gegebenenfalls zur Folge, dass Sie mit der Planung etwas kreativer werden mĂŒssen. Es kann sein, dass einige Sessions mehr Zeit erfordern, wĂ€hrend andere gekĂŒrzt werden können. Falls es sich um Ihr erstes PI Planning Event handelt, probieren Sie einfach die Standardagenda aus, holen Sie sich Feedback bei Ihren Teams ein und experimentieren Sie beim nĂ€chsten Mal mit verschiedenen Formaten.

Betrachten wir nun die einzelnen Punkte der Agenda etwas genauer – insbesondere die ersten Stunden einer PI Planning Session an Tag 1.

Was wird im ersten Teil des PI Planning Meetings erreicht?

Tag 1 beginnt normalerweise mit der PrĂ€sentation eines Senior Executives oder des Business Owners. Die Agenda sieht eine Stunde fĂŒr die Besprechung des aktuellen GeschĂ€ftsstands vor. Im Rahmen dessen werden spezifische KundenbedĂŒrfnisse aufgezeigt. Daneben wird erlĂ€utert, wie die aktuellen Produkte diese abdecken, und gegebenenfalls werden potenzielle LĂŒcken aufgedeckt.

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Danach stellt das Produktmanagementteam die aktuelle Vision fĂŒr das Produkt oder die Lösung vor. Es bespricht alle Änderungen, die seit der letzten PI Planning Session (in der Regel etwa drei Monate zuvor) eingetreten sind. Es folgt ein Ausblick auf die Zukunft, mitunter auf die Meilensteine und die nĂ€chsten zehn Features. Diese Session sollte etwa 1,5 Stunden dauern.

Im ersten Teil des PI Planning Meetings geht es allein um das große Ganze. So wird ein wichtiger Kontext fĂŒr die Planung geschaffen, die im Anschluss folgen muss. Spulen wir nun etwas vor und sprechen wir ĂŒber einen wichtigen Schritt am Ende des Meetings.

Warum wird am Ende des PI Planning Meetings ein Confidence Voting abgehalten?

Das Confidence Voting ist ein scheinbar kleiner, aber doch sehr wichtiger Teil des PI Planning Meetings. Das Confidence Voting wird am Ende beinahe jedes PI Planning Events abgehalten. Der Release Train Engineer fragt: „Werden wir die Ziele erreichen?“

Jeder im Raum muss per Handzeichen (und mit seinen Fingern) abstimmen. BetrĂ€gt die durchschnittliche Stimmzahl im Raum mindestens drei Finger, so erhĂ€lt der Plan grĂŒnes Licht. Sind es weniger, muss er ĂŒberarbeitet werden (bis ein höheres Vertrauenslevel erreicht wird). Wer nur mit einem oder zwei Fingern abstimmt, erhĂ€lt die Gelegenheit, eine BegrĂŒndung fĂŒr diese Entscheidung mitzuteilen.

Bei der Confidence Vote geht es darum, sicherzustellen, dass die Teilnehmer sich einig sind, dass der Plan in seiner aktuellen Form innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens umgesetzt werden kann.

Apropos Timing: Sprechen wir darĂŒber, wie und wo das PI Planning in Ihren Unternehmenskalender passt.

Wann findet ein PI Planning statt?

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Viele Unternehmen sind der Ansicht, dass acht bis zwölf Wochen (was vier bis sechs zweiwöchige Iterationen ergibt) die richtige Dauer fĂŒr einen Planungsabschnitt seien. Andere Unternehmen fĂŒhren hingegen vierteljĂ€hrlich ein PI Planning Meeting durch. Zeitpunkt und HĂ€ufigkeit hĂ€ngen jedoch davon ab, wie lange die einzelnen Program Increments dauern sollen. Der Vorteil von PI Planning Events ist, dass sie regelmĂ€ĂŸig nach einem festen Zeitplan stattfinden. Das bedeutet, dass man sie weit im Voraus planen kann, was wiederum dazu fĂŒhrt, dass die Teams und Business Owner ausreichend Zeit haben, um ihre Anwesenheit sicherzustellen.

Werfen wir nun einen kurzen Blick zurĂŒck, bevor wir fortfahren. Denn je nachdem, wie Sie Agile umsetzen, mĂŒssen Sie fĂŒr das PI Planning tatsĂ€chlich Vorbereitungen treffen. Ganz genau, wir sprechen hierbei vom Pre-PI Planning (SAFe macht die eher einfallslosen Namen durch gute Systeme und Verfahren wett).

Was ist ein Pre-PI Planning Event und wann ist ein solches notwendig?

Die Vorbereitung hat einen wichtigen Hintergrund: Sie soll sicherstellen, dass der ART im Rahmen des breiteren Solution Train ausgerichtet ist, bevor ein PI Planning durchgefĂŒhrt wird. Es geht darum, sich mit den anderen ARTs abzustimmen, was dafĂŒr sorgt, dass das Projekt und das Unternehmen eine gemeinsame Ausrichtung fokussieren.

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Ist ein Pre-PI Planning fĂŒr mich sinnvoll?

Sie sollten ein Pre-PI Planning Event organisieren, wenn Sie auf Ebene der Large Solution, des Portfolios oder von Full SAFe arbeiten. Essential SAFe ist eher rudimentĂ€r ausgerichtet und verfĂŒgt ĂŒber keinen Solution Train. Wenn Sie also auf dieser Ebene agieren, ist kein Pre-PI Planning erforderlich.

Stellen wir uns das einmal am Beispiel von „Thomas, die kleine Lokomotive“ vor: Thomas, Percy und James sind separate ARTs, die sich zu einer besonders effektiven Lokomotive zusammenschließen und getrennte Ladungen fĂŒr denselben ĂŒbergeordneten Zweck transportieren.

🚂 Thomas wĂŒrde die Passagiere befördern

🚂 Percy wĂŒrde das Feuerwerk abholen

🚂 James wĂŒrde das Essen fĂŒr das Picknick liefern


 und alle hÀtten eine wunderbare Zeit miteinander.

Aber zurĂŒck zu Pre-PI Planning Events. Normalerweise finden die SchlĂŒsselpersonen aus dem Solution Train mit den Vertretern der ARTs und den relevanten Suppliers zusammen. Nachfolgend einige Personen, die Sie auf dem Planning-Event antreffen werden:

  • Solution Train Engineer
  • Solution Management
  • Solution Architect/Engineering
  • Solution System Team
  • Release Train Engineers
  • Produktmanagement
  • Systemarchitekten/-ingenieure
  • Kunden

Sie werden gemeinsam die zentralen Potenziale des Solution Backlog, des Solution Intent, der Vision und der Solution Roadmap nÀher betrachten. Das Ganze Àhnelt dem PI Planning sehr, findet aber auf einer höheren Ebene statt und deckt die gesamte Lösung und nicht nur den individuellen ART ab.

Das Event beginnt damit, dass jeder ART sein vorheriges Program Increment und seine Leistungen zusammenfasst, um einen Kontext zu schaffen. Anschließend informiert ein Senior Executive die Teilnehmer ĂŒber die derzeitige Situation, bevor das Solution Management die aktuelle Lösungsvision und etwaige Änderungen gegenĂŒber den vorherigen Mitteilungen diskutiert. Zu den weiteren Aspekten, die im Rahmen des Events oft diskutiert oder finalisiert werden, zĂ€hlen mitunter:

  • Roadmaps
  • Meilensteine
  • Solution Backlogs
  • kĂŒnftige PI-Features aus dem Program Backlog

Kehren wir nun zum regulĂ€ren PI Planning zurĂŒck. Es ist an der Zeit, einige bereits angesprochene Begriffe wie SAFe, Scrum, Roadmaps und Programme richtig zu definieren. Hoffentlich geht Ihnen – falls nicht schon geschehen – ein Lichtlein auf. In 3, 2, 1 ..

Was hat SAFe mit PI Planning zu tun?

Wir sind keine großen Fans von komplizierten Akronymen, doch SAFe sollte man kennen. Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr „Scaled Agile Frameworkℱ“.

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Was bedeutet SAFe?

SAFe ist das weltweit fĂŒhrende Framework fĂŒr die agile Skalierung in einem gesamten Unternehmen (State of Agile Report). Um ein wenig Perspektive zu schaffen: Scrum und Kanban sind ebenfalls Agile Frameworks (mit denen Sie vielleicht vertrauter sind), die sich in der Vergangenheit auf der Ebene eines einzelnen Teams als sehr effektiv erwiesen haben. SAFe versucht hingegen, eine LĂŒcke auf der skalierten Agile-Ebene zu schließen, auf welcher mehrere Teams zusammenkommen, um an denselben Produkten, Zielen und Ergebnissen zu arbeiten.

Moment mal: Was hat das mit PI Planning zu tun?

SAFe legt fest, was auf jeder Ebene des Unternehmens geschehen muss, um sicherzustellen, dass die Agile-Skalierung zum Erfolg wird. Das Framework geht weit ĂŒber die Teamebene hinaus und schließt jeden Stakeholder ein.

Die Idee dahinter ist, dass Unternehmen, die auf SAFe setzen, von einer besseren Abstimmung zwischen den Teams und von einer optimierten Sichtbarkeit der Arbeit profitieren, was sich wiederum in besseren vorhersehbaren GeschĂ€ftsergebnissen niederschlĂ€gt. Dieser Aspekt gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sich die Rahmenbedingungen fĂŒr Unternehmen kontinuierlich Ă€ndern und Kunden mehr Features in kĂŒrzerer Zeit erwarten. Die traditionellen Wasserfallmodelle sind hierfĂŒr nicht ausreichend, weil sie langsam und ineffizient sind.

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (5)

Große, etablierte Unternehmen (die oft tausende Entwickler beschĂ€ftigen) können mit der InnovationstrĂ€chtigkeit kleinerer, flexiblerer Start-ups nicht mithalten. GrĂ¶ĂŸere Unternehmen verfĂŒgen nicht nur ĂŒber umfassendere Teams: Oft mĂŒssen auch deutlich strengere Kontroll- und Compliancevorschriften eingehalten werden, was die Geschwindigkeit ebenfalls dĂ€mpft. Es kann drei bis vier Jahre dauern, bis diese grĂ¶ĂŸeren, komplexeren Unternehmen ein neues Feature auf den Markt bringen – das entspricht keineswegs den KundenwĂŒnschen von heute. Außerdem haben sie oft Schwierigkeiten, ihre (zahlreichen!) Entwicklerteams zu verwalten und zu organisieren, was ein Hindernis fĂŒr die rechtzeitige MarkteinfĂŒhrung von Projekten darstellt.

Diese Unternehmen mĂŒssen Änderungen vornehmen, um AblĂ€ufe zu beschleunigen, ihre Ressourcen optimal zu nutzen und Budgetexplosionen einzuschrĂ€nken. Sie suchen nach neuen Wegen, Menschen im Rahmen von Projekten zu organisieren und effektivere Arbeitsweisen einzufĂŒhren.

SAFe stellt eine Möglichkeit fĂŒr diese Unternehmen (welche sonst in ihren alten Prozessen feststecken wĂŒrden) dar, sich in eine agilere Richtung zu bewegen.

Hier kommt PI Planning ins Spiel 


PI Planning ist ein zentrales Element von SAFe. Es ist ein Prozess, der Vertreter aus allen Teams zusammenbringt und bei zahlreichen AblĂ€ufen unterstĂŒtzt: die Zusammenarbeit wird gefördert, die Top-Features, an denen zeitnah gearbeitet werden soll, können leichter abgesprochen, AbhĂ€ngigkeiten identifiziert und ein Plan fĂŒr das nĂ€chste Program Increment erstellt werden. Das fĂŒhrt im Endergebnis zu einer grĂ¶ĂŸeren Sichtbarkeit aller Teams, zu hĂ€ufigeren Änderungen sowie einer besseren Zusammenarbeit – ein Miteinander statt ein Gegeneinander wird geschaffen. Von diesem Punkt aus können diese Unternehmen ihre Prozesse beschleunigen, effizienter arbeiten, mit neueren sowie flexibleren Wettbewerbern konkurrieren und weiterhin am Markt bestehen.

Randnotiz: SAFe ist zwar ein Framework fĂŒr grĂ¶ĂŸere Unternehmen, doch es gibt keinen Grund, der gegen den Einsatz einer Variante von PI Planning in kleineren Betrieben spricht. Es lohnt sich bereits ab zwei Agile-Teams.

Wenden wir uns nun einer weiteren Definition zu 


Worum handelt es sich beim PI Planning in Scrum?

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (6)

Sie können PI Planning auch außerhalb von SAFe als Teil eines simplen Scrum-Ansatzes verwenden. Das Scrum-Framework-Diagramm zeigt, wann und wie Scrum-Teams ein PI Planning implementieren können.

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Was ist Scrum und was ist ein Sprint?
Scrum ist ein Agile-Framework, das Teams bei der DurchfĂŒhrung von Projekten unterstĂŒtzt. Es hilft diesen dabei, ihre eigene Arbeit zu planen, sowie zu organisieren und neben User Stories auch Aufgaben in kleineren ZeitrĂ€umen zu bearbeiten. Das wird oft als Sprint bezeichnet.

Falls mehrere Scrum-Teams besser zusammenarbeiten möchten (aber nicht im Rahmen von SAFe agieren), bietet sich eine Variante des PI Plannings an.

Zum Beispiel könnten diese Scrum-Teams:

  • sich alle zehn Wochen treffen und die geplanten Features besprechen.
  • Produktmanager dazu bringen, Backlogs zu kombinieren und gemeinsam PrioritĂ€ten zu setzen.
  • die Ressourcen je nach Bedarf ĂŒber die Teams hinweg aufteilen.
  • AbhĂ€ngigkeiten identifizieren und gemeinsame Releases koordinieren.

Die gute Nachricht ist, dass es keinen Universalansatz fĂŒr ein PI Planning gibt. Überlegen Sie sich also selbst, wie Sie die Ideen und Prinzipien ĂŒbernehmen und fĂŒr Ihr Unternehmen nutzen können.

Apropos PI Planning Ideen: Einer der nĂŒtzlichsten Aspekte des PI Plannings ist wohl die Roadmap. Hier eine Frage, die hĂ€ufiger gestellt wird:

Was ist der Unterschied zwischen einer PI Roadmap und einer Solution Roadmap?

Es gibt einige verschiedene Arten von Roadmaps im Rahmen von SAFe. Daher ist es wichtig, deren Unterschiede und Funktionen zu verstehen.

Ihre PI Roadmap wird vor dem PI Planning erstellt und nach Abschluss des Events vom Produktmanagement ĂŒberprĂŒft sowie aktualisiert. Sie umfasst in der Regel drei Program Increments:

  • das aktuelle Increment (festgelegte Arbeit)
  • das nĂ€chste prognostizierte Increment (geplante Arbeit auf Grundlage der prognostizierten Ziele)
  • das darauffolgende Increment (weitere geplante Arbeit auf Grundlage der prognostizierten Ziele)

Wenn Sie vierteljĂ€hrlich ein PI Planning Meeting durchfĂŒhren, ergibt das die Arbeit fĂŒr etwa neun Monate. Das zweite und dritte Increment Ihrer PI Roadmap wird sich wahrscheinlich abhĂ€ngig von Ihren PrioritĂ€ten Ă€ndern, doch beide sind dennoch ein wichtiger Teil der Roadmap, da sie in Ausblick stellen, in welche Richtung sich das Produkt entwickeln wird.

Worum geht es also bei der Solution Roadmap?

Die Solution Roadmap ist ein Tool zur lĂ€ngerfristigen Prognose und Planung eines bestimmten Produkts oder einer bestimmten Dienstleistung. Sie erstreckt sich in der Regel ĂŒber mehrere Jahre, wobei fĂŒr das erste Jahr spezifischere (z. B. vierteljĂ€hrliche Features und Potenziale) und fĂŒr das zweite Jahr sowie darĂŒber hinaus allgemeinere Informationen (z. B. Ziele) zur VerfĂŒgung stehen.

Jetzt, wo wir Roadmaps, Scrum und SAFe behandelt haben, sollten wir uns eine weitere Definition ansehen, die Ihnen dabei hilft, PI Planning in das Gesamtbild von Agile und SAFe einzuordnen.

Was ist ein Programm?

Bei einem Programm werden mehrere kleinere Agile-Teams zu einer grĂ¶ĂŸeren Gruppe zusammengefĂŒhrt. Dies wird oft als „Team of Teams“-Ebene bezeichnet. Wenn jemand ĂŒber „Team of Teams“ oder Agile-Skalierung spricht, meint derjenige damit, dass der Agile-Ansatz fĂŒr mehr als nur ein Team verwendet wird.

Nehmen wir an, vier Teams arbeiten an einer NASA-Raumschiffsmission fĂŒr die Reise zum Mars. Die NASA beschließt, zu testen, ob der Agile-Ansatz die Arbeit dieser Teams verbessern wĂŒrde. Daher wird zunĂ€chst das Sauerstoffteam vom traditionellen Wasserfallprojektmanagement auf Agile-Prinzipien umgestellt.

  • Startteam
  • Lebensmittelteam
  • Sauerstoffteam – Agile!
  • Landungsteam

Nach ein paar Monaten Probezeit ist die NASA der Ansicht, dass dieses Agile-Dings wirklich gut zu funktionieren scheint. Daher werden drei weitere Teams auf Agile umgestellt. Jedes dieser vier Teams organisiert sich selbst und ist damit fĂŒr seine eigene Arbeit verantwortlich. Da diese Teams nun alle auf dieselbe Weise arbeiten, können sie zu einem Programm zusammengefasst werden. Einfach ausgedrĂŒckt ist ein Programm also eine Gruppe von Agile-Teams. Sobald Sie die Business Owners, das Produktmanagementteam, den Systemarchitekten/-ingenieur und den Release Train Engineer hinzuziehen, sind alle Rollen, die fĂŒr eine kontinuierliche System- oder Lösungsbereitstellung ĂŒber den Agile Release Train erforderlich sind, abgedeckt.

Behandeln wir nun eine letzte Definition.

Was ist ein Program Board?

Program Boards stellen einen wichtigen Teil von SAFe und des PI Plannings dar.

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Ein kleiner Exkurs

Traditionell handelt es sich dabei um ein physisches Board, das an einer Wand befestigt wird. Es werden Spalten zur Markierung der Iterationen fĂŒr das Increment und eine Zeile fĂŒr jedes Team aufgezeichnet. Die Teams fĂŒgen Haftnotizen hinzu, welche die Features enthalten, an denen sie arbeiten werden. Nachdem alle Features hinzugefĂŒgt wurden, werden die benötigten AbhĂ€ngigkeiten (Features, die wiederum andere Features beeinflussen) identifiziert und durch eine rote Schnur miteinander verbunden.

SAFe Program Boards mĂŒssen allerdings nicht unbedingt physischer Natur sein. Digitale Program Boards wie Easy Agile Programs, das sich direkt mit Jira integrieren lĂ€sst, bieten zahlreiche Vorteile. Gegen Ende dieses Leitfadens behandeln wir, wie Sie Jira fĂŒr PI Planning einsetzen können. Schalten wir nun in einen anderen Gang und sprechen wir darĂŒber, wer am PI Planning beteiligt ist.

Wer sollte am PI Planning beteiligt sein?

Es gibt fĂŒnf SchlĂŒsselrollen, die am PI Planning mitwirken:

  • Release Train Engineers
  • Produktmanager
  • Product Owner
  • Scrum Master
  • Entwickler

Sehen wir uns genauer an, wofĂŒr jede dieser Rollen wĂ€hrend des Events verantwortlich ist.

Release Train Engineer

Der Release Train Engineer ist ein Servant Leader und Coach fĂŒr den ART. Seine Rolle besteht hauptsĂ€chlich aus der Planung und Umsetzung des PI Planning Events. Das heißt, Release Train Engineers helfen bei:

  • der Erstellung und Kommunikation der Jahresplanung
  • der Vorbereitung sĂ€mtlicher Aspekte des PI Plannings (einschließlich der Pre- und Post-PI Planning Meetings)
  • der Verwaltung der Risiken und AbhĂ€ngigkeiten
  • der Erstellung von Program PI Objectives aus Team PI Objectives und der Veröffentlichung derselben
  • der Nachverfolgung des Fortschritts in Richtung der erwarteten Ziele
  • der Ausrichtung von Strategie und AusfĂŒhrung
  • der Ermöglichung von Systemdemos

Als „Veranstalter“ des zweitĂ€gigen Events stellt der Release Train Engineer den Planungsprozess sowie die erwarteten Ergebnisse vor und ermöglicht die Management-Review, die Problem-Solving-Session sowie die Retrospektive.

Produktmanager

Die Aufgabe eines Produktmanagers besteht darin, die BedĂŒrfnisse der Kunden zu verstehen und Lösungen zu validieren. Gleichzeitig soll er Portfolioarbeit nachvollziehen und unterstĂŒtzen.

Welche Rolle spielt ein Produktmanager nun beim PI Planning?

Er prĂ€sentiert die Vision des Programms (d. h. die zehn wichtigsten anstehenden Features) sowie alle kommenden Meilensteine. Er ĂŒberprĂŒft den Planentwurf und legt sĂ€mtliche Änderungen an der Planung selbst sowie an deren Umfang auf Grundlage der Management-Review sowie der Problem-Solving-Session dar. Auf diese Weise kann der Produktmanager den Arbeitsfluss steuern und PrioritĂ€ten setzen. Nach Abschluss des PI Planning Events verwendet er die Program Objectives des Release Train Engineers, um die Roadmap zu aktualisieren.

Es sollte darĂŒber hinaus erwĂ€hnt werden, dass der Produktmanager auch am Pre- und Post-PI-Planning beteiligt ist. Vor dem eigentlichen PI Planning findet ein Pre-PI Planning Meeting statt, bei dem der Produktmanager und andere ART-Vertreter, die Teil desselben Solution Train sind, die BeitrĂ€ge, Ziele und Meilensteine fĂŒr ihre nĂ€chsten PI Planning Events diskutieren und definieren.

Im Rahmen des Post-PI Planning Meetings treffen sich die Vertreter des ART erneut, um den Verlauf ihrer PI Planning Events zu diskutieren und die Ergebnisse in den Solution PI Objectives zusammenzufassen. Produktmanager spielen eine zentrale Rolle bei der Kommunikation der Ergebnisse und der Erstellung der Ziele.

Product Owner

Die Product Owner sind fĂŒr die Wartung und Priorisierung des Team Backlog sowie fĂŒr Iteration Planning verantwortlich. Sie haben die AutoritĂ€t, wĂ€hrend der PI Planning Team Breakout Sessions Entscheidungen auf der Ebene der User Story zu treffen.

Die Product Owner unterstĂŒtzen das Team bei der Definition der Stories, der EinschĂ€tzung und der Sequenzierung sowie bei der Ausarbeitung der PI Objectives des Teams und der Teilnahme am Team Confidence Voting. Sie sind auch dafĂŒr verantwortlich, dem Team Visionen und Ziele aus den oberen Managementebenen zu vermitteln:

  • Berichterstattung ĂŒber wichtige Leistungskennzahlen
  • Auswertung des Fortschritts
  • Kommunikation des Status an die Stakeholder

Scrum Master

Die Scrum Master sind Servant Leaders des Product Owner und des Entwicklungsteams, d. h. dass sie neben der Verwaltung und Leitung von Prozessen dem Team auch praktisch dabei helfen, Aufgaben zu erledigen.

Sie wirken an der Event-Vorbereitung (einschließlich PI Planning) mit und bereiten Systemdemos vor. Sie helfen dem Team bei der EinschĂ€tzung der IterationskapazitĂ€t, bei der Festlegung der Team PI Objectives sowie bei der Verwaltung des Zeitrahmens, der AbhĂ€ngigkeiten und der Unklarheiten wĂ€hrend der Team-Breakout-Sessions. Die Scrum Master nehmen auch am Confidence Voting teil, um das Team dabei zu unterstĂŒtzen, einen Konsens zu erreichen.

Entwickler

Entwickler sind fĂŒr die Erforschung, den Entwurf, die Implementierung, das Testen, die Wartung und die Verwaltung von Softwaresystemen verantwortlich.

WĂ€hrend des PI Plannings nehmen sie an Breakout-Sessions teil, um (gemeinsam mit ihrem Product Owner) User Stories sowie Akzeptanzkriterien zu erstellen und zu verfeinern. Sie passen darĂŒber hinaus auch den Arbeitsplan an. Die Entwickler tragen zur Identifizierung von Risiken sowie AbhĂ€ngigkeiten bei und unterstĂŒtzen das Team bei der Ausarbeitung und Finalisierung der Team PI Objectives, bevor sie am Team Confidence Voting teilnehmen.

Nun kennen Sie die wichtigsten Definitionen. Außerdem wissen Sie auch, was wĂ€hrend eines PI Planning Events unternommen werden muss und wer dabei nicht fehlen darf.

Aber wie bereitet man eigentlich seine Teams und den Raum vor Beginn des Meetings richtig vor?

Wie bereitet man sich auf ein PI Planning vor?

„By failing to prepare, you are preparing to fail.“ – Benjamin Franklin

Erfolgreiches PI Planning erfordert entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen, die Sie nicht unter den Tisch fallen lassen sollten!

Jedes PI Planning Event fußt auf einer durchdachten Planung. Nur so können Ihr Unternehmen und alle Teilnehmer das Beste daraus machen und die angestrebten Ziele erreicht werden.

Wie sieht diese Vorbereitung also konkret aus?

Die Teilnehmer selbst (sowie die wichtigsten Stakeholder und die Business Owner) mĂŒssen SchlĂŒsselrollen zuweisen, die Ausrichtung an der Strategie sicherstellen und dafĂŒr sorgen, dass alle den Planungsprozess richtig verstehen.

Alle Vortragenden mĂŒssen einschlĂ€gige Inhalte fĂŒr ihre PrĂ€sentationen vorbereiten.

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (7)

Außerdem mĂŒssen Sie dafĂŒr sorgen, dass Ihre RĂ€umlichkeit fĂŒr das Event gewappnet ist – insbesondere, wenn Sie hunderte Teilnehmer erwarten. Hierbei mĂŒssen die ĂŒblichen Vorbereitungen fĂŒr eine Veranstaltung getroffen werden, insbesondere dem technischen Aspekt (Audio, Video, Internetverbindung) sollten Sie ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit zukommen lassen, damit etwaige verteilte Teams am PI Planning Event teilnehmen können. Vergessen Sie darĂŒber hinaus nicht, fĂŒr genĂŒgend Essen zu sorgen (Planen macht hungrig).

Nun wissen wir ziemlich genau, was vor und wÀhrend eines PI Planning Events geschehen muss, doch wie steht es um die Nachbereitung?

Was macht man nach dem PI Planning?

Im Anschluss an das PI Planning Meeting erstellen die Teams eine Planungsretrospektive und listen auf:

  • was gut gelaufen ist (leckere Snacks),
  • was nicht so gut gelaufen ist (nicht genĂŒgend Snacks) und
  • was man das nĂ€chste Mal besser machen könnte (ehm, bitte lass in Zukunft auch Brownies fĂŒr die anderen ĂŒber).

Anschließend folgt ein GesprĂ€ch ĂŒber die nĂ€chsten Schritte. Mitunter zĂ€hlen hierzu:

  • das Einpflegen von Kopien der Objectives, der User Stories und des Program Boards in Ihr Projektmanagement-Tool (z. B. Jira)
  • ein Blick auf die Kalender
  • die Absprache der Meetingzeiten und -orte fĂŒr Daily Standups und Iterationsplanung
  • das ÜberprĂŒfen der persönlichen GegenstĂ€nde und das saubere Hinterlassen des Veranstaltungsorts

Daneben findet nach einem PI Planning Event in der Regel auch ein Post-PI Planning Event statt.

Was ist Post PI Planning?

Post PI Planning Events Ă€hneln den bereits besprochenen Pre-PI Planning Events. Hierunter fĂ€llt die ZusammenfĂŒhrung der ART-Stakeholder ĂŒber alle Agile Release Trains innerhalb des Solution Train hinweg, um sicherzustellen, dass diese aufeinander abgestimmt sind.

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (8)

Das Post PI Planning findet statt, nachdem sĂ€mtliche ARTs ihr PI Planning fĂŒr das nĂ€chste Increment abgeschlossen haben. Sie stellen die PlĂ€ne vor, erklĂ€ren ihre Ziele und teilen Meilensteine und erwartete ZeitplĂ€ne mit.

Wie bei PI Planning Events wird auch bei Post PI Planning ein Planning Board verwendet, das jedoch keine Features, sondern Potenziale, AbhĂ€ngigkeiten und Meilensteine fĂŒr jede Iteration und jeden ART aufzeigt. Mögliche Probleme und Risiken werden identifiziert, diskutiert und entweder zugeteilt, gelöst, akzeptiert oder entschĂ€rft. Ähnlich wie bei regulĂ€ren PI Planning Events werden die PlĂ€ne mithilfe eines First-of-Five-Vertrauensvotums geprĂŒft, um sicherzustellen, dass sie die Solution Objectives erfĂŒllen. Sie werden so lange ĂŒberarbeitet, bis im Durchschnitt drei Finger hochgehalten werden.

Doch wie verhĂ€lt es sich mit PI Planning Events fĂŒr verteilte Teams und Remote-Teammitglieder? Wie arbeiten sie ĂŒber Planning Boards zusammen, wie tĂ€tigen sie Confidence Votes und wie handhaben sie weitere gleichartige AblĂ€ufe? Die erfolgreiche DurchfĂŒhrung eines PI Planning Events, an dem sowohl Menschen vor Ort als auch außerhalb des Raums teilnehmen, ist möglicherweise mit zusĂ€tzlichen Herausforderungen verbunden.

Tipps an verteilte Teams und Remote PI Planning

Falls Ihre Teams nicht bei jedem vierteljĂ€hrlichen PI Planning Meeting persönlich anwesend sein können, mĂŒssen Sie sich mit der Umsetzung eines Remote-PI Planning Events befassen. Keine Sorge – auch das ist problemlos machbar und bietet sich ideal fĂŒr Unternehmen mit verteilten Teams oder flexiblen Arbeitsregelungen an. Außerdem sind solche Meetings viel gĂŒnstiger als die Teilnehmer alle paar Monate einfliegen zu lassen.

Wenn Sie ĂŒber die richtigen Tools und Technologien verfĂŒgen, können Sie PI Planning Events veranstalten, an denen jeder teilnehmen kann: Egal, ob er sich im selben Raum oder auf der anderen Seite der Welt befindet.

Hier einige Tipps, die Ihnen dabei helfen werden:

Gruppierung vor Ort

Anstatt dass sich alle Beteiligten von ihren eigenen Remote-Locations einklinken, sollten Sie dafĂŒr sorgen, dass sie sich bestmöglich vor Ort versammeln und gemeinsam einwĂ€hlen. Sie könnten etwa im Hauptsitz die FĂŒhrungsgruppe sowie die Teams aus der NĂ€he versammeln und dann Mitarbeiter an anderen Orten zu ihrem nĂ€chstgelegenen Remote-Standort einfliegen lassen. Auf diese Weise profitiert jeder vom Aspekt der persönlichen Zusammenarbeit.

Nutzen Sie die Cloud

Verwenden Sie gemeinsam nutzbare Online-Planungstools, damit Ihr Team so schnell wie möglich auf Informationen zugreifen und mit diesen interagieren kann – im Idealfall sogar in Echtzeit. Indem Sie sicherstellen, dass jeder Teilnehmer die Informationen sofort einsehen kann, können AbhĂ€ngigkeiten leichter identifiziert und die unnötige Speicherung der Infos an zehn oder mehr Orten vermieden werden.

Übertragen Sie das Event als Livestream

Persönliche Zusammenarbeit ist natĂŒrlich stets vorzuziehen, doch wenn diese nicht möglich ist, sollten Sie auf einen Audio- und Videolivestream des Events und der Teilnehmer zurĂŒckgreifen. Das bedeutet, dass Sie alle verteilten oder Remote-Teams davon ĂŒberzeugen mĂŒssen, wĂ€hrend des Events ihre Kameras und Mikrofone zu benutzen. Es ist zwar nicht dieselbe Erfahrung, wie alle Teilnehmer in einem Raum vor Ort zu haben, aber schon ziemlich nah dran.

Zeichnen Sie es auf

Im Idealfall nimmt jeder live am PI Planning teil. Allerdings kann es natĂŒrlich vorkommen, dass Teams ĂŒber mehrere Zeitzonen verteilt sind oder bestimmte Teilnehmer aufgrund von Krankheit oder anderen unvorhergesehenen GrĂŒnden nicht prĂ€sent sein können – es bietet sich daher an, das Event auch aufzuzeichnen. DarĂŒber profitieren auch Teammitglieder, die selbst am Meeting teilgenommen haben, von einer solchen Aufzeichnung, z. B. wenn sie ihr GedĂ€chtnis auffrischen wollen.

Passen Sie sich an

Einige Teams werden die standardmĂ€ĂŸige PI Planning Agenda abĂ€ndern, damit diese mit mehreren Zeitzonen kompatibel ist. Das kann dazu fĂŒhren, dass das Event fĂŒr manche frĂŒher bzw. spĂ€ter beginnt oder sogar ĂŒber drei anstatt zwei Tage verteilt stattfindet.

Legen Sie die Regeln fest

HĂ€ufig kommt es bei verteilten Teams, die sich remote per Video und Audio einwĂ€hlen, zu Störungen und HintergrundgerĂ€uschen. Kommunizieren Sie vor der ersten Session, wann Teams sprechen dĂŒrfen und wann sie ihren Ton stummschalten mĂŒssen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass jeder teilnehmen kann und Ihre Teams nicht abgelenkt werden.

Aufkommende Fehler und Herausforderungen

PI Planning verlĂ€uft nicht immer 
 na ja, nach Plan und auch das Framework als solches kann eine Herausforderung fĂŒr einige Unternehmen darstellen. Nachfolgend beschreiben wir diverse hĂ€ufige Fehler und Challenges, die Sie im Hinterkopf behalten (und falls möglich vermeiden) sollten:

Lange, langweilige Sessions

Zu den grĂ¶ĂŸten Schwachpunkten des PI Planning im Rahmen der vorgeschlagenen Agenda zĂ€hlen die langwierigen, anstrengenden Sessions direkt zu Beginn. Es lohnt sich eventuell, nach kreativen Möglichkeiten zu suchen, wie diese Sessions interessanter gestaltet, die Informationen zum Businesskontext in einem anderen Format prĂ€sentiert oder die veranschlagten ZeitrĂ€ume verkĂŒrzt werden können. Auf diese Weise bleibt mehr Zeit fĂŒr die Teamplanung und Zusammenarbeit.

Technische Probleme

Jedes Event ist anfĂ€llig fĂŒr technische Pannen, aber wenn Sie Audio- und Videostreams an ein verteiltes Team ĂŒbertragen, können derartige Störungen den Ablauf des gesamten Meetings maßgeblich beeinflussen. Es ist ratsam, alle GerĂ€te und Verbindungen im Vorfeld sorgfĂ€ltig zu testen, um das Risiko potenzieller Probleme zu minimieren.

Confidence Voting

Einige Teilnehmer tun sich mit dem Konzept des Confidence Votings schwer. Möglicherweise fĂŒhlen sie sich von den anderen Anwesenden unter Druck gesetzt, fĂŒr einen Plan zu stimmen, anstatt ihre Bedenken zu Ă€ußern.

Zeitdruck

Wenn ein ART aus – sagen wir mal – zwölf Teams besteht, mĂŒssen eine ganze Menge PlĂ€ne prĂ€sentiert und ĂŒberprĂŒft werden. In solchen FĂ€llen ist es wahrscheinlich, dass die QualitĂ€t des Feedbacks schlechter ausfĂ€llt als bei einem kleineren ART mit acht Teams.

Abweichung vom Ablauf

Weder SAFe noch das PI Planning sind perfekt. Doch der Prozess hat sich in zahlreichen Unternehmen bewĂ€hrt. Es ist wichtig, sich an das Framework zu halten und Ihr PI Planning Event gemĂ€ĂŸ den Empfehlungen durchzufĂŒhren. Halten Sie sich unbedingt an den anschließenden Prozess.

Beibehalten alter Tools

Wenn etwas nicht funktioniert, dann sollten Sie sich des Problems annehmen. Beispielsweise halten viel zu viele Teams an traditionellen SAFe Program Boards fest, obwohl diese nicht immer sinnvoll sind. Wenn die Haftnotizen stĂ€ndig verloren gehen, die in Jira eingegebenen Daten ein wenig daneben zu liegen scheinen oder Sie ein verteiltes Team haben, das sich eine digitale Teilnahmemöglichkeit fĂŒr Ihr PI Planning Event wĂŒnscht 
 dann ist es an der Zeit, auf ein digitales Program Board wie Easy Agile Programs zu wechseln. Apropos Software: Nun ist (endlich) Jira an der Reihe!

Einsatz von Jira im PI Planning

Jira ist das beliebteste Projektmanagementtool fĂŒr Agile-Teams. Wenn Sie agil sind, setzen Sie es wahrscheinlich bereits auf Teamebene ein. Jira eignet sich perfekt fĂŒr Einzelteams.

Wenn Sie Agile jedoch auf Skalierungsebene als Teil eines ART implementieren möchten, kann die korrekte Visualisierung der Arbeit ĂŒber mehrere Teams hinweg ein Problem darstellen. Die einzige Möglichkeit, dies in der nativen App von Jira zu realisieren, ist die Erstellung eines Multi-Projekt-Boards, welches allerdings ziemlich unĂŒbersichtlich ist.

Wie passt Jira also mit SAFe und dem PI Planning zusammen?

Der ultimative Leitfaden fĂŒr das PI Planning - 2020 SAFe Edition (9)

Das PI Planning bringt diese Teams zusammen, um auf Grundlage gemeinsamer Ziele die Arbeit fĂŒr das nĂ€chste Increment zu planen. WĂ€hrend des PI Plannings verwenden die Teams ein Program Board, um ihre Arbeit zu organisieren und AbhĂ€ngigkeiten zu identifizieren. Traditionell wird dazu ein physisches Board mit Haftnotizen und einer Schnur verwendet. Nach der Session werden die Notizen und die Schnur in Jira fĂŒr das gesamte Team nachgebildet. Wie bereits erwĂ€hnt: Dieser Ansatz ist wenig intuitiv und geht mit betrĂ€chtlichem Kontextverlust einher, insbesondere was die AbhĂ€ngigkeiten betrifft.

Der beste Weg, Jira fĂŒr das PI Planning zu verwenden, ist der Einsatz einer App wie Easy Agile Programs, die Sie bei der DurchfĂŒhrung Ihrer PI Planning Sessions unterstĂŒtzt. Die integrierten Features ermöglichen es Ihnen:

  • ein digitales Program Board einzurichten (nie wieder Schnur und Haftnotizen!),
  • teamĂŒbergreifend zu planen,
  • teamĂŒbergreifende AbhĂ€ngigkeiten zu visualisieren und zu verwalten,
  • sich an den festgelegten Zielen fĂŒr das Program Increment auszurichten,
  • eine Increment Feature Roadmap zu visualisieren und
  • Jira von einem Tool auf Teamebene zu einem Werkzeug fĂŒr den gesamten ART zu transformieren.

Machen Sie es wie etwa die Unternehmen Boeing und Vodafone und verwenden Sie Jira, um das PI Planning in Kombination mit Easy Agile Programs (verfĂŒgbar auf dem Atlassian Marketplace) durchzufĂŒhren.

Lesen Sie mehr ĂŒber Jira und Easy Agile Programs im Blogartikel: Die Rationalisierung Ihrer Workflows dank besserer PI Planning Software.

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Der Original-Blogpost ist aus dem Englischen von Easy AgileDies war ein Gastbeitrag von Sean Blake, Head of Marketing bei unserem Partner Easy Agile. Zum Original-Blogpost

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Author: Catherine Tremblay

Last Updated: 01/28/2023

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